Inzwischen wehrt sich mein Körper, und ich versuche neue Wege zu finden, um mir und meinem Körper gesundheitlich gerecht zu werden. Nicht mit Diät, aber mit einer achtsamen Haltung gegenüber meinen Essgewohnheiten. Vielleicht können Sie das Wort "achtsam" oder "mindfulness" nicht mehr hören (oder lesen). Dennoch bitte ich Sie die folgenden Ideen mal durchzulesen, sollten auch Sie für sich denken: "Eine gesündere Ernährung im Alltag wäre schon gut."
Sorry, aber es nennt sich "Mindful Eating"
Ich bin erst unlängst darauf gestoßen und finde, es passt genau, wenn ich wieder in einen Alltag einsteige, der einer gesunden und bewussten Ernährung nicht förderlich ist. Was wäre zu beachten?
Vorweg: "Mindful Eating" ist weder eine Art Diät noch der Aufruf, mit dem Meditieren zu beginnen (obwohl das keine schlechte Idee wäre). Es geht darum, sich bewusst auf die eigenen Essgewohnheiten einzulassen und gegebenenfalls auch bewusst diese zu verändern.

Fragen, die ich mir stellen kann:
- Achten Sie darauf, wann Sie etwas essen möchten und fragen Sie sich vor dem Essen:
Esse ich jetzt, weil ich mich hungrig fühle oder aus Gewohnheit, automatisch? Hören Sie also auf ihr Körpergefühl: Knurrender Magen oder weil ich beim Fernsehen Lust drauf habe?
- Passiert das Essen nebenbei? Oder esse ich und mach dabei noch was anderes?
Hier wäre das Ziel, keine anderen Tätigkeiten während des Essens zu machen. Also: Handy, Tablet, Laptop, Fernsehen weg! Besonders das Handy neben sich am Tisch liegen zu haben, verführt zu Ablenkungen, die der Verdauung nicht gut tun.
- Fragen Sie sich während des Essens:
Kaue ich genug? Lasse ich es mir wirklich "schmecken"? Genieße ich das Essen? Rieche ich den Duft des Essens? Sehe ich, wie es angerichtet ist? Genieße ich den Anblick? Schmecke ich im Mund die Speise? Genieße ich das Kauen?, Spüre ich, wie ich das Essen aufnehme?
- Der buddhistische Mönch Thich Nhat Hanh sagte einmal sinngemäß bezüglich des Essens:
Iss nicht die Sorgen mit, iss das, was am Teller ist: wer war alles an dieser Speise beteiligt? Welche Wege hat sie gemacht, bis sie hier zu dir kam? Iss also die Dankbarkeit mit, die dir bewusst macht, wer und was dir das Essen ermöglicht.
- Fragen Sie sich auch zwischendurch:
Bin ich schon satt oder brauche ich mehr? Ziel wäre es, nicht weiter zu essen, wenn sich das Sättigungsgefühl einstellt.
Wenn Sie sich eine solche Haltung angewöhnen, dann hilft das nicht nur Ihrer körperlichen Gesundheit (Wohlgefühl, Gewichtsreduktion, Vermeidung schwerwiegender Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, ...). Es hilft auch Ihrer mentalen Stärke: Sie fühlen sich leistungsfähiger, es "entstresst" (die SVS hat das Motto: "Besser essen statt stressen") und gibt Ihnen Motivation in Arbeit, Freizeit und Lebensfreude.
Wenn Sie mit Gerd Forcher zu diesem oder anderen Themen in Kontakt treten, von Ihren Erfahrungen erzählen und mehr wissen wollen: info@beratungforcher.at oder +43 650 41 00 561
Foto by Bruno Moriggl