Fehlerkultur und Resilienz: fünf Achtsamkeitskriterien

Können Fehler vermieden werden? Letztlich nicht. Kann man aus Fehlern lernen? Grundsätzlich ja. Eine resiliente Haltung erkennt man unter anderem dadurch, dass jemand auch in Krisenzeiten mit "Fehlern" umgehen kann: achtsam und lernfähig. Mehr dazu lesen Sie in Gerd Forchers neuem NotizBLOG:

Die Organisationsforscher Weick und Sutcliffe haben bereits Ende der 1990er herausgefunden, dass Unternehmen Gefahren und Krisen resilienter begegnen können, wenn sie eine von Achtsamkeit geprägte Organisationsstruktur entwickeln. Wenn ich von "Unternehmen" spreche sind es freilich letztlich die Mitarbeitenden und Führungskräfte, um deren Resilienz und Achtsamkeit es geht.

Weick und Sutcliffe haben dazu fünf Achtsamkeitskriterien formuliert:

1. Fehler aufspüren und direkt zurückmelden:

Wenn die Mitarbeitenden und Führungskräfte in Unternehmen in der Lage sind, kleinere Fehler und Störungen fortlaufend aufzuspüren und unmittelbar an Team und Führung zurückzumelden, dann wird das Unternehmen als Gesamtes widerstandsfähiger.

2. Denkroutinen und -muster durchbrechen und ihnen widerstehen - offen sein für neue Erklärungsansätze:

Wenn unübliche Fehler oder Situationen eintreten, dann gehen die Mitarbeitenden und Führungspersonen nicht davon aus, dass sie das schon kennen, sondern bleiben offen für neue Denkansätze: jede Situation ist für sich eine "neue Entdeckung".

3. Sensibilität für betriebliche Abläufe und immer wieder Anpassung von Plänen und Vorhaben:

Es geht nicht darum, starr Ziele und Pläne zu verfolgen und durchzusetzen. Es geht darum, auf die Ereignisse im Hier und Jetzt achtsam hinzuschauen und betriebliche Abläufe entsprechend anzupassen.

4. Commitment zur Resilienz und Improvisationsvermögen:

Um mit Krisensituationen und Fehlern gut umgehen zu können, ist vom Unternehmen ein Commitment zur Resilienzförderung nötig. Damit wird die Kompetenz zur Improvisation als Grundkompetenz für den Umgang mit dem Unvorhersehbaren im Betrieb anerkannt.

5. Respekt vor fachlichem Wissen und Können:

Wenn Entscheidungen anstehen, dann ist es nicht zwingend die Führungskraft, die den Weg aufgrund der hierarchischen Ordnung vorgibt, sondern diejenigen Mitarbeitenden, die näher am Thema und Problem dran sind und mehr Wissen und Kenntnis übdr die aktuelle Situation haben.

Ist noch unklar, was ich hier meine?

Im nächsten NotizBLOG werde ich etwas näher darauf eingehen. Bleiben Sie gespannt und schauen Sie nächste Woche wieder rein!

ODER: Kommen Sie direkt zum Seminar: "Resilient führen - innere Stärke und Klarheit für Ihren Führungsalltag", das ich im WIFI Tirol am 22. und 23. September 2026 anbiete.

In diesem praxisorientierten Zweitagesseminar lernen Sie, wie Sie auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig bleiben, Ihre Energie gezielt steuern und Ihre mentale Gesundheit stärken. Sie erfahren, wie Sie sich selbst stabilisieren und dadurch auch Ihre Mitarbeiter*innen besser durch Belastungssituationen führen können.

Mehr Infos und Anmeldung über das WIFI Tirol, Innsbruck Campus: Link zum Seminar

Foto von Brett Jordan auf Unsplash

Kategorie: Beruf und Management, Betriebliche Gesundheitsförderung, Stress lass nach

Datum: 03.07.2026

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Resonanzen

„Gerade in der oft sehr schwierigen und belastenden Arbeit im Alten- und Pflegeheim ist die Thematisierung und Bearbeitung von schwierigen Themen wie Sterben, Tod, Trauer, Wut, Aggression sehr wichtig und trägt zu persönlichen und beruflichen Hygiene einen wesentlichen Beitrag bei. Auch zur Bearbeitung und Vorbeugung interner Konflikte im Team ist regelmäßige Supervision ein wichtiges Instrument. Wir im Vinzenzheim Neustift haben die Supervision seit vielen Jahren als treuen Begleiter in der täglichen Arbeit und vor allem in schwierigen Situationen schätzen gelernt."

Heimleiter eines Seniorenheims zur Teamsupervision seiner MitareiterInnen

„Das Thema war inhaltlich sehr gut aufbereitet. Die Teilnehmer konnten wirklich konkrete Hilfestellungen mitnehmen. Herr Forcher ist mit dem richtigen Maß an Einfühlungsvermögen auf die Gruppe von blinden und sehbehinderten Menschen eingegangen. Seine Art ist sehr angenehm und überzeugend. Wir würden uns freuen, wenn wir wieder Mal ein Seminar zusammen machen könnten. Die Teilnehmer haben sich mit Herrn Forcher als Referent sehr wohl gefühlt. Konkrete Schritte für Entscheidungssituationen haben wir gut gelernt. Das Seminar ist nachhaltig.

Leiterin eines Südtiroler Blinden- und Sehbehindertenzentrums zu einem meiner Entscheidungsseminare

Anschrift

MMag. Gerd Forcher MSc
Schützenstraße 46g/72
A-6020 Innsbruck
Tirol, Österreich

+43 650 4100561

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