Brainswarming oder: wie können auch die Stillen gut ihre Ideen einbringen?

Haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht: Sie machen ein Brainstorming zu einem Thema. Dabei beobachten Sie, dass manche eher ruhig sind, andere mit ihren Ideen vorpreschen. Und sie als Führungskraft haben das Gefühl: es sind damit nicht alle Ideen am Tisch. Was denken die "Stillen"? Gerd Forcher stellt Ihnen eine Methode dazu vor.

Die beiden amerikanischen Innovationsforscher Tony McCaffrey und Jim Pearson haben diesen "Bremseffekt" im Ideensammeln aufgegriffen und eine Methode entwickelt, die auch die "stillen" Ideen zum Vorschein kommen lässt: Das "Brainswarming"! Denn - wie geschrieben - es sind eher die impulsiv-lauten Ideengeber*innen, die im Brainstorming nach vorne preschen. Das hemmt die Dynamik, dass tatsächlich alle ihre Gedanken "stormen".

Wie aber sieht ihr Tool aus?

Es gibt vier Phasen:

1. Zielformulierung:

Zunächst braucht es ein Ziel, für das die Ideen gesammelt werden. Am besten wird das Ziel als Frage formuliert, denn Fragen aktivieren und fordern Antworten heraus (z.B. "Wie können wir die Umsätze im Verkauf im kommenden Quartal steigern?") Das Ziel wird als Frage auf einem Board oben hingeschrieben.

2. Ressourcensammlung:

Gemeinsam werden noch die Ressourcen zur Zielerreichung unten ans Board geschrieben (z.B. "gutes Vertriebsnetz - qualitätsvoller Einkauf - ..." - das können Personen, Geld oder Strukturen sein).

3. Ideensammlung:

Nun kommt die "stille Einzelarbeit": alle Beteiligten schreiben auf Post-Its ihre Ideen zur Beantwortung der Ausgangsfrage. Dabei kommen alle Teilnehmenden zu Zug. Und auch die unterschiedlichen Zugangsweisen zu kreativen Ideen haben hier Platz: manche denken die Antwort mehr von der Frage her ("Top-Down-Denken" für Konzeptideen). Andere denken mehr von den Ressourcen her ("Bottom-Up-Denken" für Ressourcenideen). 

4. Sortieren und Verbinden:

Die Post-Its werden nun am Board zwischen Zielfrage und Ressourcen gesammelt. Entsprechend ihrer Orientierung werden die Konzeptideen weiter oben, die Ressourcenideen weiter unten zugeordnet. Es werden zwischen den einzelnen Ideen Verbindungslinien gezogen, die zur weiteren Bearbeitung ein vollständiges Bild ergeben.

Übrigens: Diese und noch andere Überlegungen, Fragen und auch Anwendungen können Sie gemeinsam mit mir, Gerd Forcher, erarbeiten in dem gleichnamigen Seminar "Als Führungspersönlichkeit Entscheidungen treffen - mit Klarheit handeln", das ich im WIFI Tirol am 13. und 14. Oktober 2026 anbiete.

Mehr Infos und Anmeldung über das WIFI Tirol, Innsbruck Campus: Link zum Seminar

 

 

Kategorie: Beruf und Management

Datum: 15.06.2026

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Resonanzen

"Gerd Forcher führt wie immer kompetent, gut vorbereitet und mit einer Prise Humor durch die Seminare. Die Themenwahlen sind spannend und lebensnah. Auch für alle Personen die nur "philosophisch" angehaucht sind, also Philosophie-Laien."

Ein Teilnehmer der VHS-Kurse und der Philosophischen Gesprächsabende

"Ich möchte mich herzlich für das letzte Jahr bei dir bedanken. Gerade in solchen Jahren mit vielen Umbrüchen und Veränderungen, sind deine stets professionelle, aber auch immer herzliche Art und Unterstützung immens wichtig. Auch die Wertschätzung deinerseits bildet meiner Meinung nach die Grundlage, dass unsere Teammitglieder die Supervision so zahlreich besuchen.   Auf eine weiterhin so feine Zusammenarbeit im nächsten Jahr."

Teamleiter eines mobilen Pflege- und Betreuungsteams

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