Wie mache ich mir richtig Druck und Stress?

Wenn Sie Druck und Stress loswerden wollen, versuchen Sie es mal mit dem Gegenteil: Hier eine Anleitung von Gerd Forcher (angelehnt an Gunther Schmidt), wie Sie Druck aufbauen und Stress steigern können - eine paradoxe Intervention:

Zunächst: In welchen Situationen erIeben Sie „Druck“ und belastenden Stress? Wer ist in solchen Situationen mitbeteiligt? In welcher Rolle sind Sie dabei?

Ihr Erleben in dieser Situation:

Erinnern Sie sich, zu wem Sie dabei werden: jemand, der klein oder groß ist? Jemand mit Größe und Kraft oder Schwäche? Sind Sie ein kleines Kind? Wie erleben Sie in diesen Situationen von Druck und Stress Raum? Ihre Körper-Koordination, Atmung, Mimik, Gestik? Welche Emotionen, Empfindungen usw. sind da?

Druck und Stress erhöhen:

Und nun fragen Sie sich, woran Sie denken müssten, damit Druck und Stress entsteht?

  • Welche inneren Bilder/ Filme/ Vorstellungen über bestimmte Erwartungen und Auswirkungen müssen Sie entwickeln, damit Druck und Stress so richtig groß werden? Wie machen Sie sich die Situation noch "ungemütlicher"?
  • Welche inneren Dialoge müssten Sie dafür führen?
  • Wie müssten Sieh mit sich umgehen? Wie müssten Sie mit sich reden, wie bewerten?
  • Welche „Androhungen“/ Vorwürfe, Aussagen über Ihren Wert bzw. über Ihre vermeintliche Wertlosigkeit müssen eventuell „eingespielt“ werden?
  • Welche „Antreiber“ mit welchen Erwartungen/ Forderungen an Sie müssten wie, von wo (im „inneren gefühlten Erlebnisraum“) von innen auf Sie einwirken?Was fordern diese von Ihnen, was alles müssten Sie diesen Forderungen nach unbedingt erfüllen, damit es akzeptabel wäre? Wann wären diese „Antreiber“ zufrieden (falls überhaupt ja)?
  • Und wie müssten Sie auf diese antworten?
  • Welche Forderungen/ Erwartungen müssen von außen an Sie gestellt werden?

Fein! Wenn nun Druck und Stress größer werden:

  • Von wo nach wo und wie „drückt“ was auf den Körper?
  • Mit welcher Körperhaltung, Atmung, Mimik, Gestik geht das einher?
  • Wie viel gefühlten, erlebten Raum erleben Sie dabei noch?
  • Wie würden Sie eine schützende Grenze um Ihren Körper erleben (oder vermissen Sie die dann gerade)?
  • Und wann wäre es genug? Was müssten Sie wann, wie, wo, mit wem machen, so dass Ihr Organismus unwillkürlich mit dem gewünschten Gegenteil von Druck antworten würde? Wie/ an welchen Empfindungen, an was sonst würden Sie das gewünschte Gegenteil von „Druck“ merken?
  • Haben Sie womöglich in ähnlichen Situationen erlebt, dass Sie in mehr befreiender Weise auf die erlebten „Reize“ reagieren konnten?
  • Was hat Ihnen dabei geholfen? Was haben Sie dabei anders gemacht, wie sind Sie anders mit sich, mit den Erwartungen (von sich selbst an sich, von Anderen) umgegangen? Was sonst war noch hilfreich?

In der Vorstellung, wie man sich eine Situation noch verschlechtern könnte, ergeben sich manchmal andere Sichtweisen, die hilfreich sein können, um aus Druck und Stress wieder rauszukommen. Denn das, was eine sache schlimmer macht, ist ja manchmal einfach das Gegenteil von dem, was die Sache erleichtert.

Viel Spaß beim Verschlechtern Ihrer Situation - auf dass Sie sich Ihre Situation verbessern!

Wenn Sie mit mir zu diesem oder anderen Themen in Kontakt treten und mehr wissen wollen: info@beratungforcher.at oder +43 650 41 00 561

 

Foto von Massimo Adami auf Unsplash

 

Kategorie: Stress lass nach

Datum: 14.11.2025

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"Wir waren immer sehr zufrieden und überzeugt von deinem fachlichen Wissen. Aber auch im menschlichen, einfühlsamen Bereich haben wir uns besonders gut aufgehoben gefühlt. Danke für die hilfreiche, sympathische Zusammenarbeit."

Bereichsleiter eines mobilen psychosozialen Dienstes

„Bei den Kursen des Sozial-medizinischen Vereines Tirol mit dem Titel: "Pflege 1x1" hat sich Herr MMag. Forcher als langjähriger Referent zum Thema Burnout sehr engagiert. Ziel dieser Kurse war es, Pflege für zu Hause durch Profis zu erlernen. Da sich dieser Kurs an pflegende Angehörige gewendet hat (welche äußerst Burnout gefährdet sind) hat Herr MMag. Forcher den wichtigen Schwerpunkt mit der Burnout-Prophylaxe kompetent den TeilnehmerInnen vermittelt. Beim Feedback durch die KursabsolventInnen wurde immer seine angenehme, ruhige und kompetente Art hervorgehoben. Das Erkennen, wie wichtig es ist, auf seine eigene psychische Gesundheit zu achten, wurde optimal und verständlich an die TeilnehmerInnen weiter gegeben. Diese Kurse fanden in ganz Tirol statt und Herr MMag. Forcher konnte an jedem vorgegebenen Kursort als Referent eingeladen werden. Auf die Unterschiedlichkeit der Kleingruppen (ca. 8 -12 Personen) konnte er professionell eingehen und den Unterricht auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe abstimmen. Dies war sehr wichtig da, die Homogenität der Gruppe nicht immer gegeben war. Ich freue mich, so einen verlässlichen Referenten zu diesem wichtigen Thema des "Ausbrennens" in der Person von Herrn MMag. Forcher gefunden zu haben und bedanke mich für die äußerst angenehme Zusammenarbeit.“

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Anschrift

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