Vermutlich fällt es Ihnen nicht schwer, ein Beispiel zu finden, in dem Sie sich in einer intensiven Stresssituation befunden haben: Stress mit einem/einer Kolleg*in in der Arbeit; Konflikte; Entscheidungen, die dringend zu treffen sind; unerwartete Ereignisse…
Eine Möglichkeit, damit umzugehen, ist, die Stressauslöser als Einladung zu sehen: Einladung, um die Bedürfnisse dahinter zu sehen, die für Sie wichtig sind.
1. Das Stress-Erlebnis:
Wählen Sie also ein Ereignis aus, bei dem Sie in Stress geraten sind, und überlegen Sie sich: Welches Erleben in dieser Situation hätten Sie sich gewünscht?
Das gewünschte Erleben wäre sozusagen die „Lösungsalternative“. Als Beispiel: In einem Konfliktgespräch hätten Sie gerne innerlich die Ruhe bewahrt, durchgeatmet und das Ganze wie eine spielerische Auseinandersetzung erlebt.
2. "Muster des Gelingens":
Gab es andere Situationen, in denen Sie das gewünschte Erleben bereits einmal kennengelernt haben? Zumindest so ähnlich? Schmidt spricht hier vom „Muster des Gelingens“. Im erwähnten Beispiel wäre das vielleicht das spielerische Erleben einer Diskussionsrunde am Abend mit Freunden und Freundinnen.
3. Skalieren:
In einer Skala von 0 bis 10: Wo wäre die unerwünschte, erlebte Variante? Wo die erwünschte aus früheren Situationen? (10 ist überaus positiv und gut).

4. Erkennen von inneren und äußeren Stressauslösern:
Wenn Sie nun für sich die Unterschiede im Erleben herausgearbeitet haben: Erkennen Sie relevante Stessauslöser? Reize, die den Stress in der Ausgangssituation von innen und/oder von außen angestoßen haben könnten?
Bleiben wir beim Konfliktbeispiel:
Von außen könnten Auslöser sein: der Raum, in dem der Konflikt stattgefunden hat; die berufliche Position des Kollegen/ der Kollegin in der Arbeit; Sie waren vorher schon mit einer schwierigen Frage beschäftigt; unterschiedliche Wertvorstellungen, ...
Von innen: innere Dialoge; Vorstellungen über Folgen des Gesprächs; Selbst-Bewertungen und -Entwertungen; Erwartungen an sich selbst und von anderen; innere Phantasien zu Auswirkungen, …
5. Wer war ich in dieser Situation:
In der stressauslösenden Situation: zu wem werden Sie dabei?
6. Stress: wertvolle Hinweise auf Bedürfnisse:
Wie ich die Situation erlebt habe, welche Stressauslöser für mich da waren, das alles kann auf nicht erfüllte Bedürfnisse hinweisen. Nehmen Sie den Unterschied zum erwünschten Erleben wahr.
7. Umgang mit Reaktionen und Bedürfnissen:
Fragen Sie sich:
8. "Muster der hilfreichen Selbstbeziehung":
Ich gebe zu: eine ausführliche Übung. Sie können versuchen, selbst diese Methode auszuführen. Oder Sie suchen sich ein Gegenüber, das mit Ihnen diesen Prozess durchgeht. Supervision, Coaching und Life-Coaching stehen dafür immer zur Verfügung.
Wenn Sie mit mir zu diesem oder anderen Themen in Kontakt treten und mehr wissen wollen: info@beratungforcher.at oder +43 650 41 00 561
Foto: Gerd Forcher
Kategorie: Stress lass nach
Datum: 07.11.2025
"Weil's so gewinnbringend, abwechslungsreich, kurzweilig und informativ war an diesem Wochenende, möchte ich dir das rückmelden! Es war toll, dabei zu sein."
Teilnehmerin zu einem Wochenende mit dem Thema "Beratungsformen" im Rahmen einer Mentoringausbildung
„Gerade in der oft sehr schwierigen und belastenden Arbeit im Alten- und Pflegeheim ist die Thematisierung und Bearbeitung von schwierigen Themen wie Sterben, Tod, Trauer, Wut, Aggression sehr wichtig und trägt zu persönlichen und beruflichen Hygiene einen wesentlichen Beitrag bei. Auch zur Bearbeitung und Vorbeugung interner Konflikte im Team ist regelmäßige Supervision ein wichtiges Instrument. Wir im Vinzenzheim Neustift haben die Supervision seit vielen Jahren als treuen Begleiter in der täglichen Arbeit und vor allem in schwierigen Situationen schätzen gelernt."
Heimleiter eines Seniorenheims zur Teamsupervision seiner MitareiterInnen
MMag. Gerd Forcher MSc
Schützenstraße 46g/72
A-6020 Innsbruck
Tirol, Österreich
+43 650 4100561
und los geht's
MMag. Gerd Forcher MSc, Innsbruck
ImpressumDatenschutzerklärungDownloadLinksammlung