Zeit- und Selbstmanagement: es beginnt mit einem "Nein"

Nicht selten hängt es am kleinen Wörtchen "Nein", dass man mit dem eigenen Zeitmanagement nicht mehr klar kommt. Dabei ist es eine Sache des Selbstmanagments. Gerd Forcher denkt mit Ihnen darüber nach.

Eigentlich wollten Sie das jetzt nicht, aber anstelle eines "Neins" kam ein verhaltenes "Ja, mach ich." aus Ihrem Mund. Schon mal passiert? Dann sind Sie in guter Gesellschaft mit den meisten von uns. Wir sind es gewohnt, auf die Wünsche anderer einzugehen. In sozialen, helfenden Berufen noch mehr, denn man ist ja in diesem Job, um für andere da zu sein. Das mag für viele Situationen stimmen. Aber wenn ich z.B. Führungsverantwortung habe oder fokussiert an etwas arbeiten möchte oder wenn ich in mir schon merke: es geht nicht mehr, dann wäre das "Zauberwort" ein Nein.

Ich weiß: Es fällt schwer, oftmals haben Sie es schon versucht, aber im letzten Moment wurde es doch ein Ja. Hier wird deutlich, dass solche Situationen weniger eine Sache des Zeitmanagements als mehr des Selbstmanagements sind. 

Versuchen Sie daher in einem ruhigen Moment folgende Aufgabe (am besten schriftlich) anzugehen:

1. Welche drei Situationen fallen mir spontan ein, in denen es mir immer wieder schwer fällt "Nein" zu sagen?

2. Wählen Sie eine der drei Situationen und fragen Sie sich: Was würde passieren, wenn ich hier "Nein" sage?

3. Führen Sie einige (vielleicht wieder drei) Situationen aus Ihrem Alltag an, in denen Sie das nächste Mal "Nein" sagen wollen. Was würde geschehen? Und wie gehen Sie es an?

Das fehlende Nein-Sagen kann viele Ursachen haben, eine ist nicht seten, dass wir uns selbst mit unseren Bedürfnissen und Anliegen zuwenig wichtig und ernst nehmen.

Also als Praxistipps:

  • Nehmen Sie sich selbst ernst! 
  • Spüren Sie (auch sonst im Alltag als Übung) in sich hinein: Was tut mir gerade gut? Was brauche ich jetzt gerade?
  • Machen Sie die oben gestellte Aufgabe in drei Schritten immer wieder.
  • Erkennen Sie das Muster, das Sie in solchen Situationen erkennen: Fällt es mir bei manchen Personen leichter "Nein" zu sagen als bei anderen? Sind es gewisse Situationen, in denen ich "Ja" sage?
  • Bevor Sie das nächste Mal voreilig "Ja" sagen: Erbeten Sie sich eine Bedenkzeit! Etwa so: "Hm, ich werde  es mir überlegen." - "Leider kann ich im Moment nicht, aber reden wir noch einmal drüber." 
  • Bei Telefonaten: "Momentan bin ich beschäftigt, ich melde mich aber bei dir." (Dazu gibt es übrigens eh die automatische Antwort-SMS-Option am Handy). Sie werden überrascht sein, wieviele Dinge sich bis zu Ihrem Rückruf schon erledigt haben.
  • Haben Sei kein schlechtes Gewissen, wenn Sie "Nein" sagen: Sie haben Ihre Gründ., Sie nehmen sich UND die anderen damit ernst.
  • Und nochmals: Nehmen Sie sich selbst ernst" (Ich kann es nicht oft genug wiederholen.)

Viel Erfolg beim "Nein"-Sagen!

 

Wenn Sie mehr wissen wollen, dann nehmen Sie Kontakt mit Gerd Forcher auf:

info@beratungforcher.at oder +43 650 41 00 561

 

Foto by Freepik

Kategorie: Beruf und Management, Leben, Stress lass nach

Datum: 06.06.2025

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"Wir waren immer sehr zufrieden und überzeugt von deinem fachlichen Wissen. Aber auch im menschlichen, einfühlsamen Bereich haben wir uns besonders gut aufgehoben gefühlt. Danke für die hilfreiche, sympathische Zusammenarbeit."

Bereichsleiter eines mobilen psychosozialen Dienstes

„Bei den Kursen des Sozial-medizinischen Vereines Tirol mit dem Titel: "Pflege 1x1" hat sich Herr MMag. Forcher als langjähriger Referent zum Thema Burnout sehr engagiert. Ziel dieser Kurse war es, Pflege für zu Hause durch Profis zu erlernen. Da sich dieser Kurs an pflegende Angehörige gewendet hat (welche äußerst Burnout gefährdet sind) hat Herr MMag. Forcher den wichtigen Schwerpunkt mit der Burnout-Prophylaxe kompetent den TeilnehmerInnen vermittelt. Beim Feedback durch die KursabsolventInnen wurde immer seine angenehme, ruhige und kompetente Art hervorgehoben. Das Erkennen, wie wichtig es ist, auf seine eigene psychische Gesundheit zu achten, wurde optimal und verständlich an die TeilnehmerInnen weiter gegeben. Diese Kurse fanden in ganz Tirol statt und Herr MMag. Forcher konnte an jedem vorgegebenen Kursort als Referent eingeladen werden. Auf die Unterschiedlichkeit der Kleingruppen (ca. 8 -12 Personen) konnte er professionell eingehen und den Unterricht auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe abstimmen. Dies war sehr wichtig da, die Homogenität der Gruppe nicht immer gegeben war. Ich freue mich, so einen verlässlichen Referenten zu diesem wichtigen Thema des "Ausbrennens" in der Person von Herrn MMag. Forcher gefunden zu haben und bedanke mich für die äußerst angenehme Zusammenarbeit.“

Verantwortliche einer Fortbildung zur Burnoutprävention

Anschrift

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