Im NotizBLOG vom 11.10.2024 habe ich die personen- und achtsamkeitszentrierte Methode des "Focusing" mit seinen Schritten vorgestellt. Dabei steht am Beginn "Freiraum schaffen".
Freiraum schaffen ist auch angesagt, wenn ich mich von Gedanken, Gefühlen und Empfindungen aller Art "überschwemmt" fühle. Wenn ich nicht einschlafen kann, weil mich noch Vieles aus der Arbeit beschäftigt. Wenn ich nicht weiß, wo ich mit der Arbeit beginnen soll, da ich keinen klaren Gedanken fassen kann: in mir ist ein Durcheinander. Wenn ich schon Schweißausbrüche und Herzklopfen bekomme, weil mich eine Situation ganz gewaltig stresst: Dann brauche ich wieder einen "Freiraum" - innerlich wie äußerlich.
Wie schaffe ich mir Freiräume?

Äußerlich geht es um Orte, an denen ich einmal ungestört bin: Kein Handy, kein Computer, keine beunruhigenden und störenden Ablenkungen. Ich suche mir einen ungestörten Ort, der mir gut tut.
Innerlich sollte ich mir klar werden:
"Ich habe einen Körper, aber ich bin nicht mein Körper.
Ich habe Gefühle, aber ich bin nicht meine Gefühle.
Ich habe einen Verstand, aber ich bin nicht mein Verstand.
Ich habe Wünsche, aber ich bin nicht meine Wünsche.
Ich bin ein Zentrum reinen Bewusstseins und reinen Willens."
Dieses Zitat stammt vom Begründer der sogenannten Psychosynthese Roberto Assagioli und beschreibt den Vorgang der "Disidentifikation". Mit der "Dis-Identifikation" ist der Vorgang gemeint, in dem wir uns nicht mehr mit unseren Gefühlen, Gedanken, Intentionen und so weiter identifizieren. Denn genau diese Identifikation führt zu einem "Tunnelblick", in dem wir links und rechts von unserem Problem, das diese Gefühle, Gedanken etc. verursacht, nichts mehr wahrnehmen: wir sind ganz dieses Gefühl, dieser Gedanke und damit dieses Problem. Um wieder einen weiteren Blick zu bekommen, helfen Übungen zur "Disidentifikation".
Eine Übung können Sie hier anhören und auch downloaden. Zur Vorbereitung zu dieser Übung können Sie sich einen äußeren Freiraum schaffen, indem Sie einen ruhigen Ort aufsuchen, der Ihnen gut tut und an dem Sie die nächsten 20 Minuten ungestört sind. Weiters können Sie die Übung als reine gedankliche Imaginationsübung ausführen oder sich Papier und Stifte zum Aufzeichnen von Symbolen zurechtlegen - ganz wie es für Sie besser passt, um in die Übung zu finden.
Die Wirkung der Übung sollte ein Zurruhekommen sein, bei dem Sie Distanz zu Ihren Gedanken und Gefühlen bekommen, die Sie gerade umtreiben. Die Folge sollte Entspannung sein, ein guter Schlaf und Handlungsfähigkeit.
Wenn Sie mit mir in Kontakt treten wollen: info@beratungforcher.at oder +43 650 41 00 561
Photo by Bruno Moriggl
Kategorie: Audio, Beruf und Management, Leben, Stress lass nach
Datum: 18.10.2024
"Danke dir für diese tollen Supervisionen, die Rückmeldungen meiner KollegInnen waren durchwegs positiv."
Teamleiterin über die in ihren beiden Teams gehaltenen Supervisionen
"Das Coaching war für mich der ideale Raum zur Reflexion meiner beruflichen Praxis. Ein Raum zur Bewältigung meiner Herausforderungen, zur Formulierung meiner Ziele und zur Inspiration."
Ein Coachee zum Einzelcoaching bei mir
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