"Die Energie folgt der Aufmerksamkeit!" Selbstmanagement durch Sein und Tun, Teil 1

Der Wolf, den Sie füttern, wird in Ihnen überleben. Worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit legen, dorthin wird Ihre Energie gehen. Kolb und Rabenstein zeigen, wie Sie damit gut umgehen können.

Wohin lenke ich also meine Aufmerksamkeit und damit meine Energie in meinem Leben?

Kolb und Rabenstein haben ein Selbstmanagement-Modell entwickelt, das mir in der Arbeit mit Stress und in der Burnoutprävention hilfreich ist.

Zunächst: Es geht um Sein und Tun. Beides lenkt die Aufmerksamkeit in unserem Leben auf ... ja, worauf?

Wenn wir die Balance zwischen beiden finden (=Selbstmanagement), dann unterstützen sie uns im Umgang mit Stress.

Sein

... bedeutet hier tatsächlich einfach nur mal dasein, nichts tun müssen. Wie unterstützt uns Sein im Umgang mit Stress?

In dem Modell passiert es durch Achten und Nähren.

Was bedeutet Achten?

Wenn ich auf den Atem achte, wenn ich mir Zeit zum Meditieren nehme, dann bin ich in der inzwischen vielzitierten Achtsamkeit, die mich ins Hier und Jetzt (ins Sein) bringt.

Und wenn ich einmal darauf achte, was ich mir im Leben NICHT erlaube, werde ich feststellen, dass das mich am Leben hindert - und es müsste eigentlich nicht so sein: Was hindert mich, mir manches im Leben zu erlauben? (Ich verweise auf meinen NotizBLOG, in dem es um die "Inneren Antreiber" ging!)

Und letztlich geht es auch um Lösen im Sinne von Los-lösen, Loslassen, Gelöstsein. 

Also vier Wege, mit Stress umzugehen: 

  • Atmen
  • Meditieren
  • Erlauben
  • Lösen

Was bedeutet Nähren?

Denken Sie dabei nochmals an die Geschichte von den beiden Wölfen. Wie kann ich einen positiven Umgang mit Stresssituationen nähren?

Durch

  • Ressourcen pflegen und nützen: Denken Sie hier an die fünf Säulen der Identität von Hilarion Petzold (auch in einem früheren NotizBLOG zu finden).
  • Mir etwas geben lassen – nehmen: Klingt einfach, ist aber für viele Menschen schwierig. Wann haben Sie das letzte Mal etwas (z.B. Hilfe) angenommen?
  • Die 3. Position üben: Das bedeutet, dass Sie sich in einer stressigen Situation innerlich vorstellen, wie Sie aus Ihrem Körper treten und die Situation von außen betrachten. Dabei kann es helfen, sich zu fragen, wie eine andere Person, die Sie kennen, die momentane Situation sehen würde.
  • Vorhandene (auch kleinste) Lösungen schätzen: Nobody is perfect (siehe "Innere Antreiber") - und eine dankbare Sichtweise hilft.
  • Sich rechtzeitig Supervision/Coaching gönnen (=Zeichen der Professionalität): Wichtig ist, dass Sie in unübersichtlichen Situationen Kontakt mit anderen Menschen aufnehmen, die wie ein Korrektiv eine andere Perspektive einbringen.

 

Wie das Tun bei Stress unterstützen kann, das erzähle ich Ihnen im nächsten NotizBLOG, wieder inspiriert durch das Modell von Kolb und Rabenstein (aus "kreativ beraten" von René Reichel und Reinhold Rabenstein, Ökotopia Verlag 2001, S.184).

 

Wenn Sie mit mir in Kontakt treten wollen: info@beratungforcher.at oder +43 650 41 00 561

 

Photo by Bruno Moriggl

Kategorie: Stress lass nach

Datum: 15.09.2023

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Resonanzen

„Das Thema war inhaltlich sehr gut aufbereitet. Die Teilnehmer konnten wirklich konkrete Hilfestellungen mitnehmen. Herr Forcher ist mit dem richtigen Maß an Einfühlungsvermögen auf die Gruppe von blinden und sehbehinderten Menschen eingegangen. Seine Art ist sehr angenehm und überzeugend. Wir würden uns freuen, wenn wir wieder Mal ein Seminar zusammen machen könnten. Die Teilnehmer haben sich mit Herrn Forcher als Referent sehr wohl gefühlt. Konkrete Schritte für Entscheidungssituationen haben wir gut gelernt. Das Seminar ist nachhaltig.

Leiterin eines Südtiroler Blinden- und Sehbehindertenzentrums zu einem meiner Entscheidungsseminare

"Weil's so gewinnbringend, abwechslungsreich, kurzweilig und informativ war an diesem Wochenende, möchte ich dir das rückmelden! Es war toll, dabei zu sein."

Teilnehmerin zu einem Wochenende mit dem Thema "Beratungsformen" im Rahmen einer Mentoringausbildung

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