Aktiv zuhören in Arbeit und Alltag

So mancher Konflikt hätte sich vermeiden lassen, wenn beide Parteien sich tatsächlich zugehört hätten. Und vielleicht kennen Sie selbst die Situation: Jemand sagt die ersten Worte in einem Gespräch und Sie haben das Gefühl, dass Sie eh schon wissen, was da kommen wird... und schon basteln Sie innerlich an Ihrer Antwort, während das Gegenüber noch spricht. "Aktives Zuhören" geht anders.

Hier ein Vorschlag für "Aktives Zuhören" in sechs Schritten:

1. Einfach zuhören. Lassen Sie das Gegenüber aussprechen. Dabei hilft Ihnen vielleicht, Blickkontakt zu halten und die Körperhaltung dem Gegenüber zugewandt zu gestalten. Wenn Sie sitzen, sollten Sie zwar nicht frontal dem Partner/ der Partnerin gegenüber sitzen, denn das vermittelt Konfrontation. Aber versuchen Sie dennoch mit zugerwandtem Oberkörper der anderen Person zuzuhören.

2. Reagieren Sie auf das Gesagte mit Zustimmung oder mit Nachfragen. Die Methode des Paraphrasierens ist eine gelungene Vorgangsweise in der Mediation, um aktiv verstehen zu lernen. D.h. formulieren Sie in eigenen Worten, was Sie vom vorher Gesagten verstanden haben. Vielleicht mit der einleitenden Frage: "Habe ich dich richtig verstanden? Du meintest ..."

3. Bleiben Sie zunächst im Beschreiben des Gesagten. Gehen Sie nicht gleich in eine Deutung und Bewertung, sondern: Was habe ich gerade gehört? Wenn Sie "zwischen den Zeilen" etwas gehört haben wollen, dann fragen Sie nach: "Habe ich das so richtig verstanden?"

4. Lassen Sie der anderen Person Zeit, in Ruhe zu antworten. 

5. Sie dürfen auch das Gegenüber darauf aufmerksam machen, dass das aktive Zuhören für beide Seiten gilt. Auch Sie dürfen verstanden werden!

6. Sollte sich Ihr Gegenüber falsch verstanden gefühlt haben, versuchen Sie wiederholt zu paraphrasieren.

 

Letztlich gilt, was Carl Rogers bereits in seinem personenzentrierten Ansatz gemeint hat: 

Bleiben Sie empathisch, also einfühlsam!

Bleiben Sie kongruent, also stimmig!

Bleiben Sie wertschätzend!

Es ist tatsächlich ein wenig eine Kunst, in Gesprächen in sich zu ruhen und sich selbst wahrzunehmen, um beim Gegenüber sein zu können.

 

Photo by Franco Antonio Giovanella (unsplash)

Kategorie: Beruf und Management, Leben

Datum: 09.06.2023

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Resonanzen

"Ich möchte mich herzlich für das letzte Jahr bei dir bedanken. Gerade in solchen Jahren mit vielen Umbrüchen und Veränderungen, sind deine stets professionelle, aber auch immer herzliche Art und Unterstützung immens wichtig. Auch die Wertschätzung deinerseits bildet meiner Meinung nach die Grundlage, dass unsere Teammitglieder die Supervision so zahlreich besuchen.   Auf eine weiterhin so feine Zusammenarbeit im nächsten Jahr."

Teamleiter eines mobilen Pflege- und Betreuungsteams

„Das Thema war inhaltlich sehr gut aufbereitet. Die Teilnehmer konnten wirklich konkrete Hilfestellungen mitnehmen. Herr Forcher ist mit dem richtigen Maß an Einfühlungsvermögen auf die Gruppe von blinden und sehbehinderten Menschen eingegangen. Seine Art ist sehr angenehm und überzeugend. Wir würden uns freuen, wenn wir wieder Mal ein Seminar zusammen machen könnten. Die Teilnehmer haben sich mit Herrn Forcher als Referent sehr wohl gefühlt. Konkrete Schritte für Entscheidungssituationen haben wir gut gelernt. Das Seminar ist nachhaltig.

Leiterin eines Südtiroler Blinden- und Sehbehindertenzentrums zu einem meiner Entscheidungsseminare

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