Herbert Freudenberger, ein deutsch-amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut, hat in den 1970er Jahren den Burnout-Begriff aus der Technik ("Ausbrennen") in den psychologischen Wortschatz übernommen, um damit das Erschöpfungssyndrom zu benennen.
Er hat dazu auch zwölf Phasen definiert, die auch heute noch als Modell nützlich sind, um zu erkennen, ob jemand im "Burnout" ist. Ich betone: ein Modell. Das heißt: es ist nicht 1:1 übertragbar auf die tatsächliche Situation eines Menschen und muss im Einzelfall immer auch medizinisch abgeklärt werden. Daher sind die einzelnen beschriebenen Phasen zwar Hinweise, aber bitte: Wenn Sie sich darin wieder erkennen, nehmen Sie es ernst, aber nicht sofort als Symptom von Burnout. Viele hier genannten Zustände können auch andere Ursachen haben.

Nun aber die Phasen:
1. Der Drang / Zwang sich zu beweisen - Idealismus
2. Verstärkter Einsatz ohne Delegation von Arbeit - „ganz oder gar nicht"
3. Subtile Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse - Vergesslichkeit, nachlässige Ernährung
4. Verdrängung von Bedürfnissen und Konflikten - absichtliches „Übergehen" von körpereigenen Signalen (Leitsymptom: chronische Müdigkeit), vermehrter Konsum von Kaffee, Nikotin, Medikamenten
5. Umdeutung von Werten, Desorientiertheit - „die Sache" bestimmt ihre gesamte Lebensgestaltung
6. Verstärkte Verleugnung der auftretenden Probleme - Intoleranz und Bagatellisieren der Situation
7. Rückzug aus der Umwelt, Isolation, Verhaltensänderungen - Zynismus, „aufgesetztes" Verhalten
8. Verflachung des Lebens, beobachtbare Verhaltensänderungen - Besorgnis wird als Kritik gewertet, aggressives, abwertendes Verhalten
9. Depersonalisation - Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit und den eigenen Körper; schwere Schlafstörungen
10. Innere Leere
11. Schwere Depression
12. Zusammenbruch - völlige Burn-Out-Erschöpfung mit schweren körperlichen Symptomen
Nächste Woche gibt es Hinweise, wie damit umgegangen werden kann.
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Kategorie: Stress lass nach
Datum: 07.10.2022
"Supergeil!"
Teilnehmer über ein von mir begleitetes Seminarwochenende in einer LSB-Ausbildung.
"Ich wollte mich für die Supervisionen bedanken; ich konnte mich in den Stunden gut öffnen und hatte stets das Gefühl, etwas aus den Stunden mitnehmen zu können."
Teilnehmerin einer Teamsupervision aus dem Feld Menschen mit Beeinträchtigung
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