Love it, change it, leave it

Wahrscheinlich haben Sie das Motto schön gehört: "Love it, change it, leave it." Folgende "Deutung" des Satzes hilft mir in schwierigen Situationen immer wieder.

Man kann den Satz unterschiedlich verstehen. Diese Deutung war mir persönlich am hilfreichsten:

1. Love it:

Ich stehe in einer Situation oder einem Ereignis, in dem ich mich wohl, glücklich und zufrieden fühle - naja, dann braucht es ja nicht mehr: Love it! Liebe es, wie es ist!

2. Change it:

Dann kann sich aber eine Situation ändern - oder ich bin mit irgendetwas unzufrieden, ein Schicksalsschlag ereilt mich. Das kann von einer konfliktreichen Situation mit Arbeitskolleg*innen bis hin zum Tod eines lieben Menschen oder eine eigene Krankheit sein. Dann wir es mit "Love it" mühsam. Wenn ich die Situation nicht mehr "lieben" kann, dann geht es ans Verändern: "Change it!" Aber was ändern? 

a. Situation ändern: Zunächst schaue ich mir die Situation an und versuche, ob ich daran etwas ändern kann: Das Gespräch mit der Kollegin oder dem Kollegen suchen; mich darüber informieren, welche guten Therapieformen mir helfen könnten. Oft,mals aber ist die Situation nicht zu ändern: Wenn jemand verstorben ist, ist ein endgültiger Schnitt im Leben ein Fakt! Also was dann ändern?

b. Meinen Zugang und meinen eigenen Umgang mit der Situation ändern: Lässt sich an der Situation nichts ändern, bleibt mir nur, meinen Blickwinkel auf die Situation zu ändern. Das Gespräch mit dem Kollegen oder der Kollegin stößt beim Gegenüber auf Widerstand, es findet sich keine geeingete Therapieform, etc. Also: die Änderung sollte in mir stattfinden, denn auf die Situation habe ich keinen Einfluss mehr.

3. Leave it:

Doch oft ist es auch schwierig, seine eigene Einstellung zu ändern. Bleibt noch eine Möglichkeit? Im Englischen heißt es "leave it!" Das kann im Deutschen "Verlass es!" oder auch"Lass es!" heißen. Eine Situation zu verlassen, sollte keine Flucht vor der Situation sein, sondern ein Verlassen hin zu einem neuen Zustand des "Love it!" (Das ist ja das Ziel des Ganzen: wieder in eine Situation zu kommen, die ich lieben kann.) WEnn ich die unangenehme Situation hinter mich lassen kann, was sind dann mögliche neue Perspektiven? WEnn ich es als "Lass es!" übersetze, steckt darin auch die Aufforderung, eine Ge-lass-enheit zu entwickeln gegenüber dem, was die Situation für mich bedeutet. Das ist sicher eine schwierige Aufforderung, gerade wenn es um Tod und Krankheit geht. Dennoch kann es als dritte Möglichkeit wieder zu neuen Aufbrüchen und zu einem neuen "Love it!" führen.

Wenn Sie mit mir in Kontakt treten und mehr wissen wollen: info@beratungforcher.at oder +43 650 41 00 561

Photo by Gerd Forcher

Kategorie: Leben

Datum: 23.09.2022

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"Danke dir für diese tollen Supervisionen, die Rückmeldungen meiner KollegInnen waren durchwegs positiv."

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"Gerd Forcher führt wie immer kompetent, gut vorbereitet und mit einer Prise Humor durch die Seminare. Die Themenwahlen sind spannend und lebensnah. Auch für alle Personen die nur "philosophisch" angehaucht sind, also Philosophie-Laien."

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