Unlängst, als ich mit der Bahn unterwegs war, traute ich meinen Augen nicht, als ich eine Szene neben mir wahrgenommen habe: Eine Person - offensichtlich im Remote-Modus - arbeitete am Laptop, gleichzeitig am Tablet und mit zwei Smartphones in der Hand und am Tisch. Neben ihr eine andere Person - "nur" an einem Handy. Beiden gegenüber ebenfalls eine Person mit einem, eine andere mit zwei Smartphones. Vier Personen, acht digitale Geräte gleichzeitig im Einsatz!
Ich habe mir erlaubt, die Szene zu fotografieren (und gleich zu anonymisieren!), weil sie mir im ersten Moment so grotesk erschienen ist. Im weiteren Nachdenken wurde mir klar: Das ist unsere aktuelle Wirklichkeit: Wir sind beherrscht von der digitalen Welt - in der Arbeit, im persönlichen Umfeld, im Alltag: Von Remote-Arbeitsplätzen über Social Media bis zu Smart-Homes.
Kein Wunder, dass die Entwicklungen zur sogenannten KI allgemeines Interesse wecken, Sorgen bereiten und bei manchen den Eindruck hinterlassen, ohne die Beschäftigung damit gibt es keine Zukunft. Kein Wunder, dass wir uns von den Social Media beherrscht fühlen. Kein Wunder, dass wir uns trotz aller "Likes" und "Daumen hoch" einsam, erschöpft und vielleicht sogar leer fühlen.
Allerdings - und damit bin ich wieder bei der Szene bei meiner Bahnfahrt - öffnen wir dieser digitalen Welt gern und oft und ganz alleine selbst die Türe durch die Endgeräte, die letztlich wir benutzen - manchmal sogar vier Türen gleichzeitig, wie ich es bei der Remote-Person gesehen habe.

Sicher, die digitale Welt wird uns erhalten bleiben und sich weiterentwickeln. Das ist auch gut so! Hier möchte ich Ihnen aber drei Ideen mitgeben, die Ihnen vielleicht hilfreich sind, sobald Sie merken: Ich bin digital gestresst, ich bin im digitalen Netz gefangen, ich fühle mich leer und verlasse mich nur mehr auf die KI.
1. Mut zu analoger Achtsamkeit
Legen Sie Ihre digitalen Geräte regelmäßig bewusst zur Seite und schließen Sie damit die Tür, damit Sie wieder in der analogen Welt ankommen.
Gehen Sie in die Natur, schreiben Sie mit der Hand (!) einen Brief, Tagebuch oder einfach einige Gedanken, die Sie bewegen. Betrachten Sie ein Bild, lesen Sie ein Buch, gehen Sie Hobbies nach, die kein WLAN oder Datenvolumen brauchen.
Treffen Sie sich mit Freund*innen, Leuten, die Sie mögen. Und unterhalten Sie sich, ohne dass das Handy am Tisch liegt.
Spüren Sie in sich hinein, wie das auf Sie wirkt. Merken Sie einen Unterschied?
2. Machen Sie aus der "KI - Künstliche Intelligenz" mal ein "KI - Kein Interesse"
Wir könnten tatsächlich Gefahr laufen, unser Denken von der sogenannten "KI" abhängig zu machen. Selbstständig Denken ist ein menschlicher Wesenszug, ist eine grundlegende Kulturtechnik!
Machen Sie sich also eigenständige Gedanken zu verschiedenen Themen, reflektieren Sie aber auch, ob es tatsächlich IHR Denken ist.
Als Philosoph rege ich natürlich an, dass Sie sich mit anderen Menschen zusammentun und z.B. Philosophische Abende miteinander besuchen und gestalten (Hier verweise ich gerne auch auf meine Angebote dazu im Bereich "Termine").
3. Machen Sie "KI" nicht zu menschlich
Sprache bildet Wirklichkeit! Ich nehme wahr, dass wir immer wieder unserem digitalen Werkzeug menschliche Eigenschaften zusprechen. Das beginnt schon mit "Künstlicher Intelligenz" und erreicht einen Höhepunkt mit "Gesprächen", die wir mit irgendwelchen "Chatbots" führen. Wo ist die "KI" und die digitale Welt, wenn Sie Ihr Smart- oder I-Phone ausschalten?
In diesem Sinne: Willkommen in der analogen Welt! Und bleiben wir handlungsfähig!
Ich freue mich, wenn wir in Kontakt treten können: analog oder - was ja auch gut ist - digital: info@beratungforcher.at oder +43 650 41 00 561
In jedem Fall nehme ich dann gerne persönlich - ohne Chatbot - den Kontakt mit Ihnen auf.
Foto: Gerd Forcher
Kategorie: Beruf und Management, Leben, Stress lass nach
Datum: 12.10.2026
"Ich wollte mich für die Supervisionen bedanken; ich konnte mich in den Stunden gut öffnen und hatte stets das Gefühl, etwas aus den Stunden mitnehmen zu können."
Teilnehmerin einer Teamsupervision aus dem Feld Menschen mit Beeinträchtigung
"Danke dir für diese tollen Supervisionen, die Rückmeldungen meiner KollegInnen waren durchwegs positiv."
Teamleiterin über die in ihren beiden Teams gehaltenen Supervisionen
MMag. Gerd Forcher MSc
Schützenstraße 46g/72
A-6020 Innsbruck
Tirol, Österreich
+43 650 4100561
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MMag. Gerd Forcher MSc, Innsbruck
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